Vorbemerkung

 

G. W. in einem Gespräch mit P. W.

 

"Meine Malweise ist „konservativ“. Anders gesagt: mein Stil ist eigentlich überholt, altmodisch, wenn man so will. Das spüre ich an den Reaktionen vor allem junger Betrachter. Manchmal glaube ich eine Spur Mitleid in ihrem Blick zu erkennen, was bedeuten könnte „der stammt aus einer anderen Zeit“. Wenn ich nicht engagiert wäre - dass ich es bin, erfüllt sie, die Gleichgesinnten, mit einer gewissen Sympathie - würden sie mich wahrscheinlich gar nicht wahrnehmen. So aber klopfen sie mir auf die Schulter im Sinne von „Mach weiter so, Alter...“ Es stört mich nicht..."

 

Mein besonderer Dank gilt Dr. Walter Kuhn, ohne den diese Website nicht entstanden wäre.

 


Biographisches


Günter Wangerin
 

1945 geboren in Lauf/Mfr.

 

1965 Medizinstudium in Berlin, Würzburg, München, in Würzburg Mitherausgeber

der Studentenzeitung „Journaille“, Bühnenbilder, Comics

 

1968 ff Karikaturen und Bildergeschichten in Betriebszeitungen, Theaterstücke

und Sketche für die Straße, Bilder in Öl, Grafiken, Kinderbuch „Mario“, Illustrationen

zu Erzählungen von Franz Kafka

 

1975 ff  Tätigkeit als  Krankenhausarzt in den Fächern Chirurgie, Gynäkologie und

Anästhesie

 

1979 künstlerische Mitgestaltung der Straßeninszenierung des Brecht-Gedichts

„Der anachronistische Zug oder Freiheit und Democracy“ anlässlich der Wahl des

Ex-Nazis Carstens zum Bundespräsidenten (Rezitation: Hanne Hiob-Brecht, Regie:

Thomas Schmitz-Bender, dessen großes Verdienst es ist, Brecht auf die Straße

gebracht zu haben)

 

1980 „Lehre“ in der Kaschierabteilung des Berliner Ensembles (Leitung Eddi Fischer)

zur Gestaltung von Masken aus Naturkautschuk, Mitarbeit an der aktualisierten

Inszenierung des Brecht-Gedichts "Der anachronistische Zug" zur Kanzlerkandidatur

von F. J. Strauss, Bilderbuch "Das Grundsatzprogramm der CSU, Text von F. J. Strauss"

 

1982/95 Bilder und Grafiken, Bühnenbilder zu den Brecht-Inszenierungen „Herrn-

burger Bericht“und "Legende vom toten Soldaten“, Masken vieler Politiker, Künstler

und anderer Personen des öffentlichen Lebens

 

Bis 1986 tätig als Anästhesist am Uniklinikum München, danach Lektor, Tätigkeit

als Zeichner und Mitverfasser von Sketchen für die Straße

 

1995 Theaterreise durch Cuba mit Agitpropgruppen aus München, Nürnberg und

Bremen, Bühnenbilder

 

1996  Aufenthalt in Cuba (Union de Escritores y Artistas de Cuba/UNEAC),

Dokumentarfilmpraktikum in Havanna bei Huberto Balera

 

1997/98/99 mehrere Aufenthalte in Cuba und Mexiko, dort Studium der Murales

an öffentlichen Gebäuden und der Bilder von José Guadalupe Posada

 

2003/2004 Ausstellungen in München, Kunstaktionen in Bayreuth, München,

Nürnberg u.a. , Teilnahme an Aktionen gegen so genannte „Judensau-Skulpturen“

(zeitweise gemeinsam mit W. Kastner)

 

2005 Kunstaktionen zum Besuch des Bundesaußenministers Fischer und zur

Sicherheitskonferenz in München

 

2005 ff Teilnahme an div. Ausstellungen u. Kunstaktionen, Prozesse im Gefolge

von Kunstaktionen im öffentlichen Raum (s. Gerichtsmassiges)

 

2013/2014/2015/2016 Nominierungen (Kunstpreis NÜRNBERGER NACHRICHTEN,

2015 Nominierung Kunstpreis Bernd-und-Gisela-Rosenheimstiftung/Offenbach),

Sammelausstellung in Prag u. 2016 in Crocq/Fr.

2017 Einzelausstellungen "Leitkultur undsoweiter" und "Skizzen aus dem NSU-Prozess" in München

 

 

 

Referenzen